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Riss-Sanierung

Beton ist ein gängiger Baustoff zur Herstellung von Hoch- und Ingenieurbauten mit besonderen Vorteilen wie eine sehr hohe Lebensdauer, Flexibilität und entsprechend vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten. Jedoch neigt Beton zur Rissbildung, die die Dichtigkeit und damit die Gebrauchstauglichkeit einschränken. Erfüllt die Betonkonstruktion nicht die vertraglichen Vereinbarungen, so sind wasserführende Bereiche nach Abschnitt 12 der WU-Rili gemäß Rili SIB „Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“ im Rahmen einer Riss-Sanierung nachzudichten.

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Bildung von Rissen

Trennrisse in Betonbauteilen können während der gesamten Lebensdauer des Bauteils entstehen. Ist ein Riss wasserführend, egal ob in der Wand oder in der Bodenplatte, so kann er zur Korrosion der im Beton liegenden Stahlbewehrung oder zu Wassereintritt ins Gebäude führen. Eine häufige Schadensursache ist heutzutage auch ein defekter Wand-Sohlen-Anschluss, der zu Feuchtigkeits- und Schimmelpilzschäden führt. Wenden Sie sich in jedem Fall an einen Spezialisten, um die genaue Ursache zu ermitteln.

Durch verschiedene Einflüsse kann es zu Beton-Rissen kommen. Nahezu an jedem Gebäude entstehen Risse. Das Trocknen des Betons bewirkt Spannungen, die zu Rissen im jungen Beton führen können. Mögliche Ursachen sind einmalige Bewegungen am Objekt, Temperatureinwirkungen wie schlechte Witterung oder plastisches Schwinden und Setzungen des Betons im Bauteil. Auch der Alterungsprozess kann zu Rissen im Beton führen.

Risse können klein, aber weitverzweigt sein. Ab einer Rissbreite von 0,05 Millimetern kann ein Riss in Betonbauteilen wasserführend sein.

Bei größeren Rissen werden in der Riss-Sanierung häufig Injektionsverfahren eingesetzt, um die Risse mit entsprechenden Füllmaterialien zu befüllen. Was soll mit einer Injektion von Rissen erreicht werden?

  • Abdichtung des Risses
  • Kraftschlüssiges Verbinden der Rissufer
  • Versiegelung des Betons gegen Beton- oder Bewehrungskorrosion fördernden Stoffen

Wer darf Risse injizieren?

Der Kolonnenführer muss Inhaber eines „SIVV-Scheines“ sein (Schützen, Instandsetzen, Verbinden und Verpressen) oder einen gleichwertigen Nachweis haben. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig geschult und verfügen über diese Bescheinigung.

Welche Injektionsstoffe gibt es für die Riss-Sanierung?

Zum kraftschlüssigen Verbinden von Rissufern und Füllen von Hohlräumen verwenden wir

  • Epoxidharz
  • Zementleim/Zementsuspension
  • Polyurethanharz

Wir bieten eine Druckinjektion mit Injektionsharzen an, die den örtlichen Gegebenheiten und Erfordernissen gerecht werden. Ob wasserführend oder trocken, elastisch oder kraftschlüssig, niedrigviskos oder wasserreaktiv – wir verwenden den richtigen Baustoff. Bei häufig auftretenden oder wiederkehrenden Rissen ist eine gründliche Ursachenforschung erforderlich.

 

Die adicon® Gesellschaft für Bauwerksabdichtungen mbH ist spezialisiert auf die Bauwerksanierung – auch bei der nachträglichen Abdichtung von Betonbauteilen.

Betonsanierung bei Rissen (nach Rili SiB 2001 des Deutschen Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb) und der ZTV-Ing.)

  • Setzen von Klebepacker oder Bohrpacker bei Rissbreiten > 0,2 mm (bei Rissbreiten < 0,2 mm genügt in der Regel eine Tränkung der Risse)
  • Verdämmen der Risse
  • Verpressen der Risse mit geeignetem Material (z.B. mit Epoxidharze = EP-Harz/Zementleime = ZL/Zementsuspension = ZS)
  • Nach der Verpressung Entfernen der Packer und der Verdämmung, Verschließen der Packerlöcher mit Mörtel

Sonderverfahren: Vergelung

Eine Gelinjektion darf im Betonbauteil nicht ausgeführt werden, da die Komponenten der Gele Salz (Chloride) enthalten.

Sollten die Chloride an die Bewehrung gelangen, was bei der Injektion von Rissen oder Arbeitsfugen wahrscheinlich ist, besteht die Gefahr von Lochfraßkorrosion. Deshalb hat die Vergelung ihren Einsatzschwerpunkt bei der nachträglichen Abdichtung von Bewegungsfugen und außerhalb der Betonkonstruktion als nachträglich außenseitige Abdichtung (Schleiervergelung). Die Bauwerksvergelung ist im WTA-Merkblatt „Gelinjektion“ (E 5-20-07/D) beschrieben.