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Tunnelsanierung

Fachkompetenz ist entscheidend für die Auswahl geeigneter Materialien und Geräte. Wir arbeiten im Bereich der Tunnelabdichtung und Tunnelsanierung ausschließlich mit eigenem geschulten Personal. Die Kolonnenführer haben einen SIVV-Schein. Der SIVV-Schein muss alle drei Jahre durch Schulungen erneuert werden. Sicherheitsunterweisungen werden für jedes Bauvorhaben individuell angefertigt und unser Personal eingewiesen.

Im Tunnelbau unterscheiden wir zwischen zwei großen Varianten der Bauweise:

  • die Herstellung der Tunnelröhre mit Tübbingsteinen oder
  • die Herstellung der Tunnelröhre mit Spritzbeton.

Bei der Herstellung der Tunnelröhre mit Tübbingsteinen werden in der Regel 9 bis 17 Steine pro Tunneldurchmesser zusammengesetzt. Ein Tübbingstein hat eine Länge von ca. 2,00 bis 2,50 Metern. So kann man erahnen, wie viele Steine insgesamt benötigt werden und wie viele Fugen entstehen. Die Tübbingsteine besitzen einen werksgefertigtes Dichtsystem gegen drückendes Wasser. Da aber die Tübbingsteine beim Zusammenbau eine Maßtoleranz von +/- 5 Zentimetern haben dürfen, entstehen Absätze, die zu möglichen Undichtigkeiten führen können.

Wir sind Spezialist zum Abdichten dieser Undichtigkeiten. Eine Variante der Möglichkeiten ist das Verpressen der Fugen mit Acrylatgel. Dafür sind computerunterstützte Verpressgeräte erforderlich – geschultes Personal ist dabei für uns unverzichtbar.

In den vergangenen Jahren haben wir im Finnetunnel (mit acht Kilometern Länge Deutschlands längster ICE-Tunnel) über 30 Tonnen Acrylatgel verpresst.

Die Herstellung der Tunnel mit Spritzbeton

Bei der Herstellung eines Tunnels mit Spritzbeton kommt es beim Abbinden des Betons zu Längs- und Querrissen. Außerdem entstehen Fehler beim Einbau von Fugenbändern und Fugenblechen. Mit unserem Bautrupp schweißen wir vor Ort Sonder-Fugenbänder und bauen diese fach- und sachgerecht ein.

Eine baubegleitende enge und konstruktive Zusammenarbeit mit den Arge Tunnelbau ist notwendig. Ab dem ersten Tag der Baumaßnahme ist unser Projektleiter vor Ort im Einsatz. Dabei werden nicht nur planmäßige Abdichtungen, sondern auf Wunsch auch Sonderabdichtungen individuell ausgearbeitet und ggf. mit einer Prüfung durch die MFPA Weimar zertifiziert. Wir unterstützen die Bauleitung vor Ort und die beauftragten Planer und Architekten.

Ein weiterer Punkt ist die nachträgliche Sanierung mit besonderen Anforderungen. Dabei kommt es auf die Flexibilität unserer Einsatzplanung an. Die Arbeiten finden teilweise Nachts, bei starkem Autoverkehr oder unter extremen Arbeitsbedingungen (massive Staubentwicklung, hohe Temperaturen) statt.

Beispiele: Tunnel „Alte Burg“, Behringen, Bergbock (A71 Rennsteig-Autobahn) und Altglienike (Berlin)

Für die Abdichtung und Sanierung haben wir Systeme entwickelt, die bei optimierten Kosten ein hohes Maß an Qualität bieten. Erfahrene Projekt- und Bauleiter und unsere eigenen Bauteams stehen für die optimale Ausführung aller Maßnahmen.

 

Injektionsarbeiten im Bereich der Kalotte Wasserführende Risse und Blockfugen - nachher - Wasserführende Tübingfugen tunnelsanierung10Ediger Eller6tunnelsanierung8